Ich war letztes Wochenende nicht trainieren, und schon seit Donnerstag letzter Woche nicht mehr sportlich aktiv. Ich hatte mir letzte Woche Samstag eine leichte Zerrung der unteren, linken Bauchmuskulatur und eine leichte Überdehnung/Prellung der rechten Hand zugezogen, und dazu kamen noch meine andauernden Knieprobleme. Das hat mir einfach gesagt, dass ich mal ein Wochenende aussetzen sollte, was ich nun auch getan habe...
Der Hand geht es wieder gut (Handstände gehen wieder), die Knie scheinen relativ okay, und die Bauchmuskeln merke ich im Moment nicht... das kommt vermutlich erst, wenn ich irgendwo wieder versuche zu springen. Hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass ich mich, auch wenn ich alleine trainiere, vernünftig aufwärmen muss.
Es gibt noch ein Update zu meinem Kurantrag, der mich momentan daran hindert die nächsten drei Monate meines Lebens vernünftig zu planen:
Wir haben einen Bescheid von der Rentenversicherung (zuständige Abteilung) bekommen, dass das ärztliche Attest noch nicht angekommen seie. Das heißt, dass meine behandelnde Ärztin es verschlampt hat das Attest an die Rentenversicherung zu schicken. Ich habe also drei Wochen umsonst auf eine Antwort gewortet.
Yay \o/!
Mir geht's eigentlich ganz ok.
- Dirk
Mittwoch, 18. Juni 2008
Donnerstag, 5. Juni 2008
Die letzten fünf Tage
Ich bin wieder zurück (schon seit Dienstag) und schreibe jetzt hier einfach mal ein kleines Résumé der letzten Tage:
Samstag:
War der Girl's Day in Düsseldorf. Ich bin mit Lisa und Nora hingefahren, und war persönlich als Coach tätig. Es waren schätzungsweise 15-20 Mädchen da, die mit uns, trotz später schlechtem Wetter, fleißig trainiert haben. Es waren auch einige da, die schon erstaunlich fit waren und viel leisten konnten.
Ich persönlich habe mich selber mit Handstandkunststücken wie einen 3-sekündigen Einhandstand und eine 5-sekündigen "Straddle Planche", allerdings mit gebeugten Armen und noch schlechter Haltung, und noch weiteren, kleinen Spielereien, überrascht.
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
Sonntag:
Muskelkater vom Vortag. Wir haben einige Präzisionssprünge gemacht, was ich schon länger nicht mehr gemacht habe um meine Knie zu schonen, und deshalb streikten meine Beine ein wenig. Erstaunlicherweise an dem inneren, unteren Oberschenkelmuskel am stärksten. Der Muskel, der bei mir zu schwach ist und durch Übungen, so der Physiotherapeut, gestärkt werden müsse, wird jetzt also auch bei Sprüngen und Landungen rekrutiert. Yes!
So gegen 9:30 hat mich Samson abgeholt und wir sind Richtung Frankfurt gefahren. Auf dem Weg haben wir soooo viele Gespräche geführt, über verschiedenste Aspekte von Parkour, über unsere Vorbilder, über die Entwicklung der Szene, über unsere eigene Entwicklung und über noch vieles mehr...
Irgendwann rief Enis an und orderte uns nach Darmstadt, was wir auch erreichten indem wir der Autobahnbeschilderung folgten.
Dort trainierten wir mit Raimund, Dinja (Da Ninja, richtiger Name unbekannt :D), Jason und Enis. Samson ist bei seinem dritten Sprung, einem Präzisionssprung, zu kurz gesprungen, an der Kante abgerutscht und hat sich das rechte Schienbein blutig geschlagen. Glücklicherweise konnte er mit seinen Armen den Oberkörper von der Mauer fernhalten, was die Lage ein wenig entschärfte. Dennoch musste er ins Krankenhaus um die Wunde zu nähen, und war für den Rest des Tages mehr oder weniger eingeschränkt.
Wir haben zuerst an, vermutlich Enis', Schule trainiert und sind danach an das Staatstheater in Darmstadt gefahren. Der Spot war früher von Skatern belagert, wurde aber allmählich Parkourisiert, wie mir Jason berichtete. Netter Spot eigentlich, aber Samson rief an und wir holten ihn ab um dann gemeinsam zum Felsenmeer zu fahren.
Das Felsenmeer im Odenwald kann man sich als, auf der Spitze eines Berges gelegenen, drei Kilometer langen Abhang vorstellen, der von riesigen, abgerundeten Felsen (Durchmesser etwa einen Meter) durchzogen ist. Mehrere Wanderwege führen einen serpentinenförmig an den Fuß des Abhangs.
Wir aber haben uns über die Steine fortbewegt und sind einmal von ganz oben bis zur, etwa halbzeitig situierten, Brücke gesprungen, gelaufen und geklettert, und haben dort ein wenig Fangen gespielt. Dies war auch meine erste Oben-Ohne-Session, da ich es normalerweise vermeide mit nacktem Oberkörper zu trainieren. Ist mir zum einen wegen meinem immernoch vorhandenen Übergewichts, und zum anderen wegen der Neurodermitis unangenehm. Dieses Mal hat es sich aber sehr natürlich angefühlt...
Von der Brücke haben wir uns dann bis zum Fuß des Felsenmeeres vorgekämpft und nach Verschnaufspause den langen Weg nach oben wieder angetreten. Das war wohl eines der intensivsten Trainings, die ich je vollzogen habe. Keine Grundbewegung ist möglich, man muss schnell und instinktiv reagieren und man muss höllisch aufpassen nicht zu rutschen... bzw. so zu rutschen, wie es geplant war. Hier hat mich vor allem Jason fasziniert, der sich mit einer unschlagbaren Leichtigkeit und Natürlichkeit durch die Felsenlandschaft kämpfte.
Nach dem Training fuhr dann der Rest von uns, namentlich Jason, Enis, Samson und Ich, noch nach Darmstadt zum All-You-Can-Eat-Chinesen, wo wir uns, nach getaner Arbeit, die Bäuche vollschlugen und lustige Gespräche hatten. Wir haben uns über die "alten Zeiten" im .de Forum unterhalten, darüber wie wir mit Parkour und so angefangen haben, und was das für eine komische Frucht im Obstsalat seie.
Danach fuhren Samson, Jason und Ich zu Jasons Haus um dort zu übernachten. Seine Mutter und sein Bruder wussten davon nichts, aber Jasons "Das ist Dirk, das ist Samson" scheinten vollkommen zu genügen, um unser Anliegen darzustellen. Nach viel Trinken und einigem Duschen haben wir uns noch einige Videos angeschaut und gingen danach schlafen, um am nächsten Tag recht fit zu sein.
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Montag:
Jason hatte an dem Tag Schule, weshalb wir auch früh aufstanden, gemeinsam frühstückten und dann unsere Sachen packten, um uns auf den Weg zu machen.
Samson und Ich kamen viel zu früh in Mainz an, das Kolpinghaus hatte geschlossen und wir bummelten ein wenig durch die Stadt, aßen etwas, kauften uns eine Billigfrisbee und spielten ein wenig. Wir unterhielten uns über Werbung mit Parkour, darüber Geld für Aufträge zu verlangen, über moralische Grundwerte und über den steigenden Kommerz im Parkour.
Als wir erneut zum Kolpinghaus kamen, hatte es geöffnet und wir sprachen nach kurzer Wartezeit mit El Jéfe, der uns den Schlüssel zu einem Zimmer gab, und uns darüber informierte, dass das ganze um 17:00 beginne.
Daraufhin inspizierten wir das Zimmer, was angenehm eingerichtet war und diesmal, man erinnere sich an das 1-bettige Zimmer des letzten Jahres, zwei Betten beinhaltete. Wir hatten auch eine große Balkontür und ein Fenster, welche für ausreichend Luft sorgten. Nachdem wir unsere Sachen verstaut und geordnet hatten, begaben wir uns auf Spotsuche und -inspektion. Wir waren ja schon einmal in Mainz, und wollten die gleichen Spots besuchen.
Nach eingängier Inspektion entschieden wir uns auch dafür und beklagten unsere geschundenen Körper und übermüdeten Geister. Aus diesem Grunde kehrten wir in unsere Bleibe zurück und gönnten unseren Existenzen ein wenig Ruhe. Nach etwa einer halben Stunde, und einer verträumten Wiederkehr in das Diesseits, machten wir uns allmählich bereit um der Herausforderung des Workshops entgegenzutreten. Ob der Schmerzsignale und müden Augen fühlten wir uns eher weniger motiviert sportliche Höchstleistungen zu vollbringen.
Erstaunlicherweise änderte sich dies schlagartig durch das, von mir angeleitete, Aufwärmtraining mit den Schützlingen. Nach Sprüngen, Liegestützen, Dehnübungen und Gelenkrotationen fühlten Samson und ich uns wie neu und waren bereit den Leuten Parkour so zu vermitteln, wie wir es bis jetzt kennengelernt haben.
Ich bin stolz darauf keine einzige Bewegung betitelt oder vorgegeben zu haben, und dennoch einen riesigen Fortschritt in den Köpfen der Leute gesehen zu haben. Sie machten schon vollständige Läufe, nachdem sie sich fünf Sekunden Denkzeit gegeben haben, und wussten auf jedes Hindernis eine passende Antwort. Auf die Frage, was sie in den fünf Sekunden gedacht haben, antworteten alle damit, dass sie sich über das Hindernis und sich selbst Gedanken gemacht haben. Jegliche externe Einflüsse wurden ausgeschaltet, und es wurde sich auf die Aktion an sich konzentriert, was auch zu erstaunlich guten Ergebnissen führte: Wenn ich an meinem ersten Trainingstag nur schon so viel Fortschritt gemacht hätte!
Nach dem Workshop, und einem im Kolpinghaus frei zur Verfügung gestellten Abendessen, wollten wir noch ein wenig weiter trainieren, wurden aber von dem Unwetter, das wohl jeder, zumindest in NRW-Ansässige, bemerkt haben wird, überrascht und entschieden uns für parkour-bezogenes Krafttraining.
Zu diesem Krafttraining erschienen aber nur drei, von den sicherlich acht freiwillig-gemeldeten Teilnehmern, denen wir dann aber umso mehr die Hölle heiß gemacht haben.
Nach getaner Arbeit ging es unter die Dusche und es folgten wieder einige Gespräche zwischen Samson und mir, wo wir uns gegenseitig über unsere Ansichten austauschten. Draußen schlugen etwa alle zwanzig Sekunden irgendwo Blitze ein, die das Zimmer erhellten und mich irgendwie von Nachtruhe abhielten. Dennoch schlief ich irgendwann ein und der Dienstag konnte kommen:
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
Dienstag:
Nach einem kostenlosen und großzügigen, aber frühen (etwa 7:30) Frühstück im Kolpinghaus packten wir unsere Sachen, warfen den geliehenen Schlüssel unserer Bleibe in ein dafür vorgesehenes Loch an der Rezeption, und zogen von dannen.
So etwa gegen 11:00 kamen wir in Köln an, ich verabschiedete mich von Samson, und wurde erstmal mit Emails, Forenposts, ICQ- und MSN-Nachrichten und anderen "Updates" überflutet. Nachdem ich dies alles abgearbeitet hatte ging ich um 12:20 zum Physiotherapeuten, der mich wegen meiner Knieprobleme behandelt. Diese Behandlung besteht aus Massage der Muskeln, und bestimmten Dehnübungen. Weiterhin kann ich ihn über jegliche Anatomie und Physiologie ausquetschen, was ich durchaus für sehr praktisch halte. So á la "Warum knackt das hier? Ist das schlimm?" oder "Kann ich diesen Muskel so oder so dehnen?", und dergleichen Fragen, die mir schon lange auf der Zunge brannten.
Um 14:30 machte ich mich dann auf den Weg in die Innenstadt um... zu trainieren. Schon wieder. Mit immernoch starken Muskelkater...
Jedenfalls kam ich im Mediapark an und hatte zwei Leuten von der Sporthochschule zugesagt ihnen um 15:00 und 16:00 jeweils ein Interview zu geben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich nicht mehr verpflichtet fühle dies ehrenamtlich zu tun, sondern nach einer kleinen Aufwandsentschädigung frage, denn im Moment gebe ich fast wöchentlich Interviews, und opfere auch sonst einen Großteil meines Tages für Parkour, und habe irgendwie keine Lust mehr das kostenfrei zu tun.
Ich habe den Leuten ihre Fragen beantwortet, ein wenig trainiert, und einen Wallspin über die falsche Seite gemacht. Dies war aber an einer etwa 45° steilen Mauer, ist also noch nicht einmal annähernd mit einem richtigen zu vergleichen :)
Gegen 19:30 kam ich nach Hause, schlug mir den Bauch voll, badete um mich zu entspannen und fiel gegen Mitternacht ins Bett... und all dies um...
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
Mittwoch:
...am Mittwoch wieder gegen 8:00 aufzustehen um in die Schule zu fahren und die Ergebnisse meines schriftlichen Abiturs zu erfahren. Ich war nervös wie sonstwas, weil das entweder Erleichterung oder verdammt viel Stress bedeuten konnte, und gleichzeitig noch meine zukünftige Karriere maßgeblich beeinflussen würde.
Irgendwie hatte ich mir auch eine leichte Erkältung eingefangen, gepaart mit sehr leichtem Schwindelgefühl/Kopfschmerzen, was ich rückblickend auf das viele Training zurückführen würde. Das war für Muskeln, Körper und Immunsystem einfach zu viel Belastung mit zu wenig Regenerationsphasen. Ich denke es sind die Anzeichen eines leichten Übertrainings, die mich momentan plagen. Da ich mich aber die nächsten paar Tage ausreichend ausruhen werde denke ich, dass ich am Wochenende wieder fit bin.
Um 10:30 etwa erhielt ich dann meine Ergebnisse und meinen daraus resultierenden vorläufigen Abiturschnitt.
In Englisch erreichte ich 12 Punkte, in Mathematik 8 Punkte und in Sozial-Wissenschaften 9 Punkte. Das heißt, dass ich offiziell einen vorläufigen Abiturschnitt von 1,8 habe, und nicht in eine Nachprüfung muss.
Da mir aber nur vier Punkte fehlen um auf 1,7 zu rutschen, ließ ich mich von meinen Beratungslehrern beraten und es stellte sich heraus, dass ich durch eine freiwillige, mündliche Nachprüfung in Mathematik nichts zu verlieren habe. Bei 11 oder mehr Punkten kriege ich die 1,7, und selbst bei einem Bewertung mit NULL Punkten bleibe ich auf 1,8. Ich ließ mich also einschreiben, und werde nächste Woche Mittwoch diese Prüfung absolvieren.
= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
So in etwa liefen bei mir die letzten Tage ab... Video-, Ton- oder Bildmaterial gibt es nicht wirklich, da ich einfach zu faul bin. Dafür schreibe ich ja meist immerhin ausführlich über meine Erlebnisse...
Meine Haut hat sich über das anstrengende Wochenende erstaunlicherweise gebessert, und ich hoffe, dass diese positive Entwicklung nicht nur temporär ist, sondern meinen Zustand permanent verbessert :)
Die Dinge laufen eigentlich ganz gut.
- Dirk
Samstag:
War der Girl's Day in Düsseldorf. Ich bin mit Lisa und Nora hingefahren, und war persönlich als Coach tätig. Es waren schätzungsweise 15-20 Mädchen da, die mit uns, trotz später schlechtem Wetter, fleißig trainiert haben. Es waren auch einige da, die schon erstaunlich fit waren und viel leisten konnten.
Ich persönlich habe mich selber mit Handstandkunststücken wie einen 3-sekündigen Einhandstand und eine 5-sekündigen "Straddle Planche", allerdings mit gebeugten Armen und noch schlechter Haltung, und noch weiteren, kleinen Spielereien, überrascht.
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Sonntag:
Muskelkater vom Vortag. Wir haben einige Präzisionssprünge gemacht, was ich schon länger nicht mehr gemacht habe um meine Knie zu schonen, und deshalb streikten meine Beine ein wenig. Erstaunlicherweise an dem inneren, unteren Oberschenkelmuskel am stärksten. Der Muskel, der bei mir zu schwach ist und durch Übungen, so der Physiotherapeut, gestärkt werden müsse, wird jetzt also auch bei Sprüngen und Landungen rekrutiert. Yes!
So gegen 9:30 hat mich Samson abgeholt und wir sind Richtung Frankfurt gefahren. Auf dem Weg haben wir soooo viele Gespräche geführt, über verschiedenste Aspekte von Parkour, über unsere Vorbilder, über die Entwicklung der Szene, über unsere eigene Entwicklung und über noch vieles mehr...
Irgendwann rief Enis an und orderte uns nach Darmstadt, was wir auch erreichten indem wir der Autobahnbeschilderung folgten.
Dort trainierten wir mit Raimund, Dinja (Da Ninja, richtiger Name unbekannt :D), Jason und Enis. Samson ist bei seinem dritten Sprung, einem Präzisionssprung, zu kurz gesprungen, an der Kante abgerutscht und hat sich das rechte Schienbein blutig geschlagen. Glücklicherweise konnte er mit seinen Armen den Oberkörper von der Mauer fernhalten, was die Lage ein wenig entschärfte. Dennoch musste er ins Krankenhaus um die Wunde zu nähen, und war für den Rest des Tages mehr oder weniger eingeschränkt.
Wir haben zuerst an, vermutlich Enis', Schule trainiert und sind danach an das Staatstheater in Darmstadt gefahren. Der Spot war früher von Skatern belagert, wurde aber allmählich Parkourisiert, wie mir Jason berichtete. Netter Spot eigentlich, aber Samson rief an und wir holten ihn ab um dann gemeinsam zum Felsenmeer zu fahren.
Das Felsenmeer im Odenwald kann man sich als, auf der Spitze eines Berges gelegenen, drei Kilometer langen Abhang vorstellen, der von riesigen, abgerundeten Felsen (Durchmesser etwa einen Meter) durchzogen ist. Mehrere Wanderwege führen einen serpentinenförmig an den Fuß des Abhangs.
Wir aber haben uns über die Steine fortbewegt und sind einmal von ganz oben bis zur, etwa halbzeitig situierten, Brücke gesprungen, gelaufen und geklettert, und haben dort ein wenig Fangen gespielt. Dies war auch meine erste Oben-Ohne-Session, da ich es normalerweise vermeide mit nacktem Oberkörper zu trainieren. Ist mir zum einen wegen meinem immernoch vorhandenen Übergewichts, und zum anderen wegen der Neurodermitis unangenehm. Dieses Mal hat es sich aber sehr natürlich angefühlt...
Von der Brücke haben wir uns dann bis zum Fuß des Felsenmeeres vorgekämpft und nach Verschnaufspause den langen Weg nach oben wieder angetreten. Das war wohl eines der intensivsten Trainings, die ich je vollzogen habe. Keine Grundbewegung ist möglich, man muss schnell und instinktiv reagieren und man muss höllisch aufpassen nicht zu rutschen... bzw. so zu rutschen, wie es geplant war. Hier hat mich vor allem Jason fasziniert, der sich mit einer unschlagbaren Leichtigkeit und Natürlichkeit durch die Felsenlandschaft kämpfte.
Nach dem Training fuhr dann der Rest von uns, namentlich Jason, Enis, Samson und Ich, noch nach Darmstadt zum All-You-Can-Eat-Chinesen, wo wir uns, nach getaner Arbeit, die Bäuche vollschlugen und lustige Gespräche hatten. Wir haben uns über die "alten Zeiten" im .de Forum unterhalten, darüber wie wir mit Parkour und so angefangen haben, und was das für eine komische Frucht im Obstsalat seie.
Danach fuhren Samson, Jason und Ich zu Jasons Haus um dort zu übernachten. Seine Mutter und sein Bruder wussten davon nichts, aber Jasons "Das ist Dirk, das ist Samson" scheinten vollkommen zu genügen, um unser Anliegen darzustellen. Nach viel Trinken und einigem Duschen haben wir uns noch einige Videos angeschaut und gingen danach schlafen, um am nächsten Tag recht fit zu sein.
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Montag:
Jason hatte an dem Tag Schule, weshalb wir auch früh aufstanden, gemeinsam frühstückten und dann unsere Sachen packten, um uns auf den Weg zu machen.
Samson und Ich kamen viel zu früh in Mainz an, das Kolpinghaus hatte geschlossen und wir bummelten ein wenig durch die Stadt, aßen etwas, kauften uns eine Billigfrisbee und spielten ein wenig. Wir unterhielten uns über Werbung mit Parkour, darüber Geld für Aufträge zu verlangen, über moralische Grundwerte und über den steigenden Kommerz im Parkour.
Als wir erneut zum Kolpinghaus kamen, hatte es geöffnet und wir sprachen nach kurzer Wartezeit mit El Jéfe, der uns den Schlüssel zu einem Zimmer gab, und uns darüber informierte, dass das ganze um 17:00 beginne.
Daraufhin inspizierten wir das Zimmer, was angenehm eingerichtet war und diesmal, man erinnere sich an das 1-bettige Zimmer des letzten Jahres, zwei Betten beinhaltete. Wir hatten auch eine große Balkontür und ein Fenster, welche für ausreichend Luft sorgten. Nachdem wir unsere Sachen verstaut und geordnet hatten, begaben wir uns auf Spotsuche und -inspektion. Wir waren ja schon einmal in Mainz, und wollten die gleichen Spots besuchen.
Nach eingängier Inspektion entschieden wir uns auch dafür und beklagten unsere geschundenen Körper und übermüdeten Geister. Aus diesem Grunde kehrten wir in unsere Bleibe zurück und gönnten unseren Existenzen ein wenig Ruhe. Nach etwa einer halben Stunde, und einer verträumten Wiederkehr in das Diesseits, machten wir uns allmählich bereit um der Herausforderung des Workshops entgegenzutreten. Ob der Schmerzsignale und müden Augen fühlten wir uns eher weniger motiviert sportliche Höchstleistungen zu vollbringen.
Erstaunlicherweise änderte sich dies schlagartig durch das, von mir angeleitete, Aufwärmtraining mit den Schützlingen. Nach Sprüngen, Liegestützen, Dehnübungen und Gelenkrotationen fühlten Samson und ich uns wie neu und waren bereit den Leuten Parkour so zu vermitteln, wie wir es bis jetzt kennengelernt haben.
Ich bin stolz darauf keine einzige Bewegung betitelt oder vorgegeben zu haben, und dennoch einen riesigen Fortschritt in den Köpfen der Leute gesehen zu haben. Sie machten schon vollständige Läufe, nachdem sie sich fünf Sekunden Denkzeit gegeben haben, und wussten auf jedes Hindernis eine passende Antwort. Auf die Frage, was sie in den fünf Sekunden gedacht haben, antworteten alle damit, dass sie sich über das Hindernis und sich selbst Gedanken gemacht haben. Jegliche externe Einflüsse wurden ausgeschaltet, und es wurde sich auf die Aktion an sich konzentriert, was auch zu erstaunlich guten Ergebnissen führte: Wenn ich an meinem ersten Trainingstag nur schon so viel Fortschritt gemacht hätte!
Nach dem Workshop, und einem im Kolpinghaus frei zur Verfügung gestellten Abendessen, wollten wir noch ein wenig weiter trainieren, wurden aber von dem Unwetter, das wohl jeder, zumindest in NRW-Ansässige, bemerkt haben wird, überrascht und entschieden uns für parkour-bezogenes Krafttraining.
Zu diesem Krafttraining erschienen aber nur drei, von den sicherlich acht freiwillig-gemeldeten Teilnehmern, denen wir dann aber umso mehr die Hölle heiß gemacht haben.
Nach getaner Arbeit ging es unter die Dusche und es folgten wieder einige Gespräche zwischen Samson und mir, wo wir uns gegenseitig über unsere Ansichten austauschten. Draußen schlugen etwa alle zwanzig Sekunden irgendwo Blitze ein, die das Zimmer erhellten und mich irgendwie von Nachtruhe abhielten. Dennoch schlief ich irgendwann ein und der Dienstag konnte kommen:
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Dienstag:
Nach einem kostenlosen und großzügigen, aber frühen (etwa 7:30) Frühstück im Kolpinghaus packten wir unsere Sachen, warfen den geliehenen Schlüssel unserer Bleibe in ein dafür vorgesehenes Loch an der Rezeption, und zogen von dannen.
So etwa gegen 11:00 kamen wir in Köln an, ich verabschiedete mich von Samson, und wurde erstmal mit Emails, Forenposts, ICQ- und MSN-Nachrichten und anderen "Updates" überflutet. Nachdem ich dies alles abgearbeitet hatte ging ich um 12:20 zum Physiotherapeuten, der mich wegen meiner Knieprobleme behandelt. Diese Behandlung besteht aus Massage der Muskeln, und bestimmten Dehnübungen. Weiterhin kann ich ihn über jegliche Anatomie und Physiologie ausquetschen, was ich durchaus für sehr praktisch halte. So á la "Warum knackt das hier? Ist das schlimm?" oder "Kann ich diesen Muskel so oder so dehnen?", und dergleichen Fragen, die mir schon lange auf der Zunge brannten.
Um 14:30 machte ich mich dann auf den Weg in die Innenstadt um... zu trainieren. Schon wieder. Mit immernoch starken Muskelkater...
Jedenfalls kam ich im Mediapark an und hatte zwei Leuten von der Sporthochschule zugesagt ihnen um 15:00 und 16:00 jeweils ein Interview zu geben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich nicht mehr verpflichtet fühle dies ehrenamtlich zu tun, sondern nach einer kleinen Aufwandsentschädigung frage, denn im Moment gebe ich fast wöchentlich Interviews, und opfere auch sonst einen Großteil meines Tages für Parkour, und habe irgendwie keine Lust mehr das kostenfrei zu tun.
Ich habe den Leuten ihre Fragen beantwortet, ein wenig trainiert, und einen Wallspin über die falsche Seite gemacht. Dies war aber an einer etwa 45° steilen Mauer, ist also noch nicht einmal annähernd mit einem richtigen zu vergleichen :)
Gegen 19:30 kam ich nach Hause, schlug mir den Bauch voll, badete um mich zu entspannen und fiel gegen Mitternacht ins Bett... und all dies um...
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Mittwoch:
...am Mittwoch wieder gegen 8:00 aufzustehen um in die Schule zu fahren und die Ergebnisse meines schriftlichen Abiturs zu erfahren. Ich war nervös wie sonstwas, weil das entweder Erleichterung oder verdammt viel Stress bedeuten konnte, und gleichzeitig noch meine zukünftige Karriere maßgeblich beeinflussen würde.
Irgendwie hatte ich mir auch eine leichte Erkältung eingefangen, gepaart mit sehr leichtem Schwindelgefühl/Kopfschmerzen, was ich rückblickend auf das viele Training zurückführen würde. Das war für Muskeln, Körper und Immunsystem einfach zu viel Belastung mit zu wenig Regenerationsphasen. Ich denke es sind die Anzeichen eines leichten Übertrainings, die mich momentan plagen. Da ich mich aber die nächsten paar Tage ausreichend ausruhen werde denke ich, dass ich am Wochenende wieder fit bin.
Um 10:30 etwa erhielt ich dann meine Ergebnisse und meinen daraus resultierenden vorläufigen Abiturschnitt.
In Englisch erreichte ich 12 Punkte, in Mathematik 8 Punkte und in Sozial-Wissenschaften 9 Punkte. Das heißt, dass ich offiziell einen vorläufigen Abiturschnitt von 1,8 habe, und nicht in eine Nachprüfung muss.
Da mir aber nur vier Punkte fehlen um auf 1,7 zu rutschen, ließ ich mich von meinen Beratungslehrern beraten und es stellte sich heraus, dass ich durch eine freiwillige, mündliche Nachprüfung in Mathematik nichts zu verlieren habe. Bei 11 oder mehr Punkten kriege ich die 1,7, und selbst bei einem Bewertung mit NULL Punkten bleibe ich auf 1,8. Ich ließ mich also einschreiben, und werde nächste Woche Mittwoch diese Prüfung absolvieren.
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So in etwa liefen bei mir die letzten Tage ab... Video-, Ton- oder Bildmaterial gibt es nicht wirklich, da ich einfach zu faul bin. Dafür schreibe ich ja meist immerhin ausführlich über meine Erlebnisse...
Meine Haut hat sich über das anstrengende Wochenende erstaunlicherweise gebessert, und ich hoffe, dass diese positive Entwicklung nicht nur temporär ist, sondern meinen Zustand permanent verbessert :)
Die Dinge laufen eigentlich ganz gut.
- Dirk
Sonntag, 1. Juni 2008
Frankfurt und Mainz
Hallo an die Leserschaft!
Heute werde ich mit Samson nach Frankfurt fahren um dort mit Jason, Enis, Daniel & Co. zu trainieren, oder einfach nur rumzulungern... die Nacht werden wir wohl bei einem der Frankfurter verbringen, das weiß ich noch gar nicht so genau... denke bei Jason.
Morgen fahren wir dann nach Mainz um am späten Nachmittag / Abend einer Anfrage nachzugehen und einen Workshop zu leiten, für das Kolpinghaus Mainz, mit dem wir auch schon letztes Jahr zufriedenstellend zusammengearbeitet haben. Dort haben wir auch einen Schlafplatz und können nach dem Training einfach chillen und uns einen ruhigen Abend machen.
Zurückkkommen werde ich am Dienstag, vermutlich so gegen Mittag. Also bitte nicht wundern, wenn ich irgendwo nicht auf Mails oder ICQ/MSN antworte :)
Hat jetzt schon Muskelkater von gestern...
- Dirk
Heute werde ich mit Samson nach Frankfurt fahren um dort mit Jason, Enis, Daniel & Co. zu trainieren, oder einfach nur rumzulungern... die Nacht werden wir wohl bei einem der Frankfurter verbringen, das weiß ich noch gar nicht so genau... denke bei Jason.
Morgen fahren wir dann nach Mainz um am späten Nachmittag / Abend einer Anfrage nachzugehen und einen Workshop zu leiten, für das Kolpinghaus Mainz, mit dem wir auch schon letztes Jahr zufriedenstellend zusammengearbeitet haben. Dort haben wir auch einen Schlafplatz und können nach dem Training einfach chillen und uns einen ruhigen Abend machen.
Zurückkkommen werde ich am Dienstag, vermutlich so gegen Mittag. Also bitte nicht wundern, wenn ich irgendwo nicht auf Mails oder ICQ/MSN antworte :)
Hat jetzt schon Muskelkater von gestern...
- Dirk
Dienstag, 20. Mai 2008
Progress!
Heute war so ein endgeiler Tag. Ich war mit Sascha, Mirjam, Lisa und Christian draußen und wir haben trainiert. Nebenher habe ich noch Sascha (Nr.2) und Schila fragen beantwortet, für eine Reportage für den Kölner Stadtanzeiger.
Und, ich habe mich krass gesteigert:
- Planche an Mauern geht viel schneller
- viel weniger Höhenangst
- generell besseres Körpergefühl
- leisere Bewegungen
- besseres runterlassen von Objekten (auch mit anschließendem wieder hochklettern)
und die beiden folgenden Schmankerl, alles ohne je wirklich in Hallen trainiert zu haben:
Erstes Video
Zweites Video
Nach dem zweiten Video war ich SO breit am Grinsen, als ob ich Drogen genommen hätte oder dergleichen, und so fühlte ich mich auch. Dieses Gefühl für etwas lange, und hart zu arbeiten, und irgendwann die Früchte dieser Arbeit ernten zu können, ist einfach genial.
Ich nehme auch im Moment langsam, aber stetig Gewicht ab. Weiß nicht wirklich warum, aber ist mir auch egal.
Morgen ist meine mündliche Prüfung in Informatik. Ich werd jetzt bissel lernen gehen.
SUMAIRU.
- Dirk
EDIT: Noch ein kleiner Schnipsel:
Und, ich habe mich krass gesteigert:
- Planche an Mauern geht viel schneller
- viel weniger Höhenangst
- generell besseres Körpergefühl
- leisere Bewegungen
- besseres runterlassen von Objekten (auch mit anschließendem wieder hochklettern)
und die beiden folgenden Schmankerl, alles ohne je wirklich in Hallen trainiert zu haben:
Erstes Video
Zweites Video
Nach dem zweiten Video war ich SO breit am Grinsen, als ob ich Drogen genommen hätte oder dergleichen, und so fühlte ich mich auch. Dieses Gefühl für etwas lange, und hart zu arbeiten, und irgendwann die Früchte dieser Arbeit ernten zu können, ist einfach genial.
Ich nehme auch im Moment langsam, aber stetig Gewicht ab. Weiß nicht wirklich warum, aber ist mir auch egal.
Morgen ist meine mündliche Prüfung in Informatik. Ich werd jetzt bissel lernen gehen.
SUMAIRU.
- Dirk
EDIT: Noch ein kleiner Schnipsel:
Freitag, 25. April 2008
Sashiburi desu-ne
Grüße an alle die fleißig schauen, ob ich was neues gepostet habe. Dieser Blog hat schon einen weiten Weg zurückgelegt, und in meinem Leben passiert immernoch viel, was ich meinen Freunden und "Mitläufern" gerne mitteile. Ich habe einfach inzwischen nicht die Zeit/Motivation über mich persönlich zu schreiben, weil's mir die meiste Zeit unverändert gesundheitlich schlecht geht.
First things first:
Ich habe alle meine Abiturklausuren hinter mir. Meine mündliche Prüfung habe ich am 20.05 oder 21.05 im Fach Informatik. Meine Leistungskursklausuren waren Mathe und Englisch, und mein 3tes Abiturfach war Sozial-Wissenschaften.
Englisch war ein Kinderspiel und ich habe mich im Vorfeld viel zu nervös gemacht, obwohl ich sprachlich schon optimal vorbereitet war. Inhaltlich konnte man sich entscheiden, ob man sich einer Kurzgeschichte über eine Zwangshochzeit in Indien, oder einer Rede von Tony Blair widmet. Ich hab' die Rede genommen und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Vermutlich zwischen 15 und 12 Punkten.
Mathe war leichter als erwartet, aber schwerer als erhofft. Es hat nicht wirklich geholfen, dass unser Mathelehrer sich wie ein Dozent fühlte und die ganze Zeit nur Sachen an die Tafel schrieb, ohne unser Lerntempo oder unsere Zwischenfragen zu beachten. Uns fehlte eine Menge Grundlagen, die man auch selber nicht wirklich nachholen konnte.
Vermutlich zwischen 8 und 3 Punkten.
Sozial-Wissenschaften wirkte auf den ersten Blick SEHR verwirrend, aber im Endeffekt konnte ich doch noch eine zufriedenstellende Klausur zu Stande bringen. Ich habe zwar ein bestimmtes Wirtschaftsereignis auf die Einführung des Euros im Jahre 2000 zurückführen wollen, aber der Euro wurde in diesem Jahr gar nicht gar nicht eingeführt, sondern erst zwei Jahre später...
Vermutlich zwischen 13 und 9 Punkten.
Soviel zum Abiturstatus. Momentan viel Freizeit, die ich nicht mit Training, sondern mit Schlafen und Zocken verbringe, denn:
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Die Warriordiet ist fehlgeschlagen. Schon nach 3-4 Tagen hatte sich meine Haut schon stark verschlechtert und ist im Moment generell nicht gut auf Schweiß zu sprechen. Der gesamte Körper brennt, kribbelt, juckt. Ich kann mich beim Training nicht konzentrieren, und habe schon bevor ich trainieren gehe wieder Angst, dass es so juckt. Bin momentan deshalb auch fast nur zu Hause um nicht zu schwitzen.
Im Moment wird es sogar so warm, dass ich anfange zu schwitzen, wenn ich nur einkaufen gehe. Sobald ich nach Hause komme stelle ich mich erst einmal halbnackt in den Durchzugs-Wind um mich abzukühlen. An richtigen, regelmäßigen Sport ist also im Moment nicht zu denken.
Mein Kur-Antrag (ich hatte geplant zwischen Schule und Studium 4 Wochen in Kur zu fahren) wurde erst einmal abgelehnt, aber wir haben selbstverständlich Einspruch erhoben. Der Eingangsbescheid über eben jenen Einspruch haben wir auch schon erhalten, und ich bin mal gespannt, was sich da noch ergibt.
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Trainingsmäßig gibt es dementsprechend nicht sooo viel zu berichten:
Ich habe es endlich wieder geschafft meine Handstand-Presses und Schweizer hinzukriegen, auch recht konsistent, kann einen geraden Handstand für etwa 20 Sekunden halten, und fühle mich generell sicherer. Habe auch so eine Capoeira-Handstanddrehung gelernt, die sich echt cool anfühlt und (vermutlich?) noch cooler aussieht.
Parkourmäßig funktionieren Läufe besser, ich habe an Armsprung/Hochziehkraft gewonnen und auch technisch ein wenig dran rumgefeilt. Denke momentan viel über Parkour nach, da ich viele Interviews gebe und schaffe es evtl. bald einen langfristigen Parkour-Trainer-Job in Kooperation mit einer Kölner Sozialeinrichtung zu schaffen, wo ich Jugendlichen Parkour näher bringe. Die Jugendeinrichtung ist auch in einem "Brennpunkt-Stadtteil" von Köln und hat ein sozial-kritisch-gestelltes Klientel. Werde am Dienstag ein Gespräch mit der Vorgesetzten dieser Organisation haben. Habe bei dem Vorgespräch mit den "lokalen Chefs" auch schon gemerkt, wie sicher ich inzwischen darin bin über Parkour zu reden und Leute von Parkour zu überzeugen.
Meinen Knien geht es nicht sonderlich gut, aber ich müsste mal endlich das Krankengymnastik-Rezept einlösen. Training im Moment tut meinen Knien zwar gut, aber so oft kann ich nicht trainieren, da es eben der Haut schadet. Je länger ich mich nicht, oder nur sporadisch, bewege, desto schlechter geht es den Knien.
Mein umgeknickter Fuß ist auch noch leicht angeschwollen, aber macht sich sonst gar nicht bemerkbar. Wenn die Schwellung nicht bald verschwindet werde ich auch da nochmal einen Arzt nachschauen lassen.
Die Bandage konnte ich net tragen, da ich halt noch mehr geschwitzt habe und es auch noch gezwickt hat, und mich einfach im Bewegungsspielraum total eingeschränkt hat. Habe sie als SEHR störend empfunden.
Ach ja, an alle Mädchen, die den Blog lesen sollten oder einfach mal drüber gestolpert sind:
Am 17.05 werde ich zusammen mit Lisa in Köln den "Parkour Girl's Day" veranstalten. Ein kostenloses Einführungstraining in die Grundlagen des Parkours, mit ausschließlich (ausschließlich mir ;P) weiblichen Teilnehmern. Um 12:00 fangen wir im Mediapark, und ich würde um eine kleine Anmerkung per Mail bitten, wenn du kommen möchtest.
Mal Grüße und so, und Hassliebe von wegen Sonne
- Dirk.
First things first:
Ich habe alle meine Abiturklausuren hinter mir. Meine mündliche Prüfung habe ich am 20.05 oder 21.05 im Fach Informatik. Meine Leistungskursklausuren waren Mathe und Englisch, und mein 3tes Abiturfach war Sozial-Wissenschaften.
Englisch war ein Kinderspiel und ich habe mich im Vorfeld viel zu nervös gemacht, obwohl ich sprachlich schon optimal vorbereitet war. Inhaltlich konnte man sich entscheiden, ob man sich einer Kurzgeschichte über eine Zwangshochzeit in Indien, oder einer Rede von Tony Blair widmet. Ich hab' die Rede genommen und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Vermutlich zwischen 15 und 12 Punkten.
Mathe war leichter als erwartet, aber schwerer als erhofft. Es hat nicht wirklich geholfen, dass unser Mathelehrer sich wie ein Dozent fühlte und die ganze Zeit nur Sachen an die Tafel schrieb, ohne unser Lerntempo oder unsere Zwischenfragen zu beachten. Uns fehlte eine Menge Grundlagen, die man auch selber nicht wirklich nachholen konnte.
Vermutlich zwischen 8 und 3 Punkten.
Sozial-Wissenschaften wirkte auf den ersten Blick SEHR verwirrend, aber im Endeffekt konnte ich doch noch eine zufriedenstellende Klausur zu Stande bringen. Ich habe zwar ein bestimmtes Wirtschaftsereignis auf die Einführung des Euros im Jahre 2000 zurückführen wollen, aber der Euro wurde in diesem Jahr gar nicht gar nicht eingeführt, sondern erst zwei Jahre später...
Vermutlich zwischen 13 und 9 Punkten.
Soviel zum Abiturstatus. Momentan viel Freizeit, die ich nicht mit Training, sondern mit Schlafen und Zocken verbringe, denn:
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Die Warriordiet ist fehlgeschlagen. Schon nach 3-4 Tagen hatte sich meine Haut schon stark verschlechtert und ist im Moment generell nicht gut auf Schweiß zu sprechen. Der gesamte Körper brennt, kribbelt, juckt. Ich kann mich beim Training nicht konzentrieren, und habe schon bevor ich trainieren gehe wieder Angst, dass es so juckt. Bin momentan deshalb auch fast nur zu Hause um nicht zu schwitzen.
Im Moment wird es sogar so warm, dass ich anfange zu schwitzen, wenn ich nur einkaufen gehe. Sobald ich nach Hause komme stelle ich mich erst einmal halbnackt in den Durchzugs-Wind um mich abzukühlen. An richtigen, regelmäßigen Sport ist also im Moment nicht zu denken.
Mein Kur-Antrag (ich hatte geplant zwischen Schule und Studium 4 Wochen in Kur zu fahren) wurde erst einmal abgelehnt, aber wir haben selbstverständlich Einspruch erhoben. Der Eingangsbescheid über eben jenen Einspruch haben wir auch schon erhalten, und ich bin mal gespannt, was sich da noch ergibt.
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Trainingsmäßig gibt es dementsprechend nicht sooo viel zu berichten:
Ich habe es endlich wieder geschafft meine Handstand-Presses und Schweizer hinzukriegen, auch recht konsistent, kann einen geraden Handstand für etwa 20 Sekunden halten, und fühle mich generell sicherer. Habe auch so eine Capoeira-Handstanddrehung gelernt, die sich echt cool anfühlt und (vermutlich?) noch cooler aussieht.
Parkourmäßig funktionieren Läufe besser, ich habe an Armsprung/Hochziehkraft gewonnen und auch technisch ein wenig dran rumgefeilt. Denke momentan viel über Parkour nach, da ich viele Interviews gebe und schaffe es evtl. bald einen langfristigen Parkour-Trainer-Job in Kooperation mit einer Kölner Sozialeinrichtung zu schaffen, wo ich Jugendlichen Parkour näher bringe. Die Jugendeinrichtung ist auch in einem "Brennpunkt-Stadtteil" von Köln und hat ein sozial-kritisch-gestelltes Klientel. Werde am Dienstag ein Gespräch mit der Vorgesetzten dieser Organisation haben. Habe bei dem Vorgespräch mit den "lokalen Chefs" auch schon gemerkt, wie sicher ich inzwischen darin bin über Parkour zu reden und Leute von Parkour zu überzeugen.
Meinen Knien geht es nicht sonderlich gut, aber ich müsste mal endlich das Krankengymnastik-Rezept einlösen. Training im Moment tut meinen Knien zwar gut, aber so oft kann ich nicht trainieren, da es eben der Haut schadet. Je länger ich mich nicht, oder nur sporadisch, bewege, desto schlechter geht es den Knien.
Mein umgeknickter Fuß ist auch noch leicht angeschwollen, aber macht sich sonst gar nicht bemerkbar. Wenn die Schwellung nicht bald verschwindet werde ich auch da nochmal einen Arzt nachschauen lassen.
Die Bandage konnte ich net tragen, da ich halt noch mehr geschwitzt habe und es auch noch gezwickt hat, und mich einfach im Bewegungsspielraum total eingeschränkt hat. Habe sie als SEHR störend empfunden.
Ach ja, an alle Mädchen, die den Blog lesen sollten oder einfach mal drüber gestolpert sind:
Am 17.05 werde ich zusammen mit Lisa in Köln den "Parkour Girl's Day" veranstalten. Ein kostenloses Einführungstraining in die Grundlagen des Parkours, mit ausschließlich (ausschließlich mir ;P) weiblichen Teilnehmern. Um 12:00 fangen wir im Mediapark, und ich würde um eine kleine Anmerkung per Mail bitten, wenn du kommen möchtest.
Mal Grüße und so, und Hassliebe von wegen Sonne
- Dirk.
Dienstag, 18. März 2008
back to basics
Ich versuche es mal wieder:
Seit gestern esse ich wieder rohes Obst und Gemüse und verzehre Milchprodukte. Ich bin gespannt wie sich das auf meinen Körper, in Aspekten Neurodermitis (im Moment erträglich, aber störend) und Gewicht (72,9kg, sehr störend) auswirkt. Werde über drastische Veränderungen, die ich beobachte, berichten.
Ich habe mir auch gestern eine Bandage, die ich vom Arzt verschrieben bekommen habe, gekauft, die ich heute beim Training mal ausprobieren will. Doof, dass sie recht steif ist und ich mich damit nicht in der Kniekehle kratzen kann. Muss schauen, wie sich das mit der Neurodermitis verträgt.
mfg,
Dirk
Seit gestern esse ich wieder rohes Obst und Gemüse und verzehre Milchprodukte. Ich bin gespannt wie sich das auf meinen Körper, in Aspekten Neurodermitis (im Moment erträglich, aber störend) und Gewicht (72,9kg, sehr störend) auswirkt. Werde über drastische Veränderungen, die ich beobachte, berichten.
Ich habe mir auch gestern eine Bandage, die ich vom Arzt verschrieben bekommen habe, gekauft, die ich heute beim Training mal ausprobieren will. Doof, dass sie recht steif ist und ich mich damit nicht in der Kniekehle kratzen kann. Muss schauen, wie sich das mit der Neurodermitis verträgt.
mfg,
Dirk
Donnerstag, 13. März 2008
Orthopäde
Wie einigen von euch schon bereits bekannt sein dürfte, hatte und habe ich von Zeit zu Zeit und zur Zeit Knieschmerzen. Meist oberhalb der Kniescheibe am Muskelansatz, sowie bei manueller Verschiebung der Kniescheibe an sich. Ich habe deswegen mit Gewichtheben angefangen, was das ganze nur verschlimmert hat, so dass ich sogar im Ruhezustand Schmerzen hatte und war seit dem nicht trainieren um das ganze ruhen zu lassen. Habe mir auch direkt einen Termin geben lassen und war dann heute beim Orthopäden:
Er hat mich erst gefragt, seit wann ich die Schmerzen habe, wo ich sie habe, welchen Sport ich mache, wie oft ich diesen Sport mache, was für Belastungen dabei auftreten, ob ich die Schmerzen auch im Ruhezustand habe, ob ich sie schon länger habe und hat danach ausgiebig meine beiden Knie in allen möglichen Richtungen bewegt und schon vermutet, wann ich Schmerzen hätte, was mein angespannter Gesichtsausdruck und meine Doverbale Zustimmung ihm bestätigte.
Danach hat er noch beide Knie mit Ultraschall untersucht und kam zu dem Schluß, dass es im generellen zwei Sachen sind, die beide auf Überbelastung, sowie eine genetische, ungünstige Prädisposition (Veranlagung), zurückzuführen sind.
1) Eine "Erweichung" des Knorpelgewebes hinter der Kniescheibe, was zu verminderter Belastbarkeit des Knies führt.
2) Eine leichte Entzündung des Sehnenansatzes (Patella-Sehnen Ansatz) zwischen Oberschenkelmuskel (Quadriceps) und Kniescheibe (Patella)
Die Entzündung ist der Schmerz, den ich spüre.
Weiterhin hat er mir noch gesagt, dass es bei den meisten Menschen normal ist, dass das Knie leicht nach außen geneigt ist, die Kniescheibe also nicht mittig sitzt. Das wird bei mir noch durch erbliche Ungünstigkeiten und einseitiges Training verstärkt: Der innere Teil (also zum jeweils anderen Schenkel hin) des Quadriceps ist nicht so ausgeprägt, wie der äußere Teil, der hauptsächlich bei Landungen aktiv ist um massive Stöße, wie sie beim Parkour vorkommen, abzufangen. Dies führt dazu, dass der stärkere Muskel die Auslagerung der Kniescheibe noch weiterfördert.
Was ich dagegen tun soll:
1) Auf keinen Fall mit Sport aufhören, sondern einfach nur geringere Belastungen anstreben. Positiv, dass er mich keinem vollkommenen Verbot gegenüberstellt.
2) Entzündungshemmende Mittel nehmen, um die Entzündung schnell loszuwerden. Überaus positiv ist hier zu bemerken, dass er auf die Bemerkung, dass wir mit der Neurodermitis ein wenig Bedenken hätten und auch zur Zeit in einer homöopathischen Behandlung stecken, antwortete, dass es ein mindestens genauso wichtiges Problem wäre, das alte Rezept verwarf und und die Namen einiger homöopathischer Mittel mit ähnlichen Effekten aufschrieb und uns Rückspräche mit der behandelnden Ärztin empfahl.
3) Eine Bandage zur temporären Entlastung. Ganztägig erst einmal an einem Knie testen, und das, wenn es hilft, auf das andere Knie auszuweiten. Sobald dann die Entzündung und die anderen Symptome verschwinden solle ich mir die Bandage wieder langsam abgewöhnen.
4) Dehnen um eine Verkürzung des Oberschenkelmuskels zu vermeiden. Das wird zuerst zwar zu mehr Schmerzen führen (weil ja auch die Sehne gedehnt wird), ist aber unabwendbar. Das sollte dennoch nur in Maßen ausgeführt werden.
Insgesamt bin ich mit dem Arztbesuch sehr zufrieden, fühle mich sehr gut beraten und mit meinem Problem ernst genommen. Er war für jegliche Fragen offen, war sehr freundlich und hatte ein Verständnis für Parkour.
Ich bin auch überaus erleichtert, dass die Verletzungen / Überlastungserscheinungen bald abklingen sollten, und nicht permanenter Natur sind.
Ich kann jedem von euch nur empfehlen, euch auch einen guten Orthopäden zu suchen. Auch wenn es eine lange Suche ist (ich habe schon 4 hinter mir...).
I've been looking for ORTHOPÄDE.
- Dirk
Er hat mich erst gefragt, seit wann ich die Schmerzen habe, wo ich sie habe, welchen Sport ich mache, wie oft ich diesen Sport mache, was für Belastungen dabei auftreten, ob ich die Schmerzen auch im Ruhezustand habe, ob ich sie schon länger habe und hat danach ausgiebig meine beiden Knie in allen möglichen Richtungen bewegt und schon vermutet, wann ich Schmerzen hätte, was mein angespannter Gesichtsausdruck und meine Doverbale Zustimmung ihm bestätigte.
Danach hat er noch beide Knie mit Ultraschall untersucht und kam zu dem Schluß, dass es im generellen zwei Sachen sind, die beide auf Überbelastung, sowie eine genetische, ungünstige Prädisposition (Veranlagung), zurückzuführen sind.
1) Eine "Erweichung" des Knorpelgewebes hinter der Kniescheibe, was zu verminderter Belastbarkeit des Knies führt.
2) Eine leichte Entzündung des Sehnenansatzes (Patella-Sehnen Ansatz) zwischen Oberschenkelmuskel (Quadriceps) und Kniescheibe (Patella)
Die Entzündung ist der Schmerz, den ich spüre.
Weiterhin hat er mir noch gesagt, dass es bei den meisten Menschen normal ist, dass das Knie leicht nach außen geneigt ist, die Kniescheibe also nicht mittig sitzt. Das wird bei mir noch durch erbliche Ungünstigkeiten und einseitiges Training verstärkt: Der innere Teil (also zum jeweils anderen Schenkel hin) des Quadriceps ist nicht so ausgeprägt, wie der äußere Teil, der hauptsächlich bei Landungen aktiv ist um massive Stöße, wie sie beim Parkour vorkommen, abzufangen. Dies führt dazu, dass der stärkere Muskel die Auslagerung der Kniescheibe noch weiterfördert.
Was ich dagegen tun soll:
1) Auf keinen Fall mit Sport aufhören, sondern einfach nur geringere Belastungen anstreben. Positiv, dass er mich keinem vollkommenen Verbot gegenüberstellt.
2) Entzündungshemmende Mittel nehmen, um die Entzündung schnell loszuwerden. Überaus positiv ist hier zu bemerken, dass er auf die Bemerkung, dass wir mit der Neurodermitis ein wenig Bedenken hätten und auch zur Zeit in einer homöopathischen Behandlung stecken, antwortete, dass es ein mindestens genauso wichtiges Problem wäre, das alte Rezept verwarf und und die Namen einiger homöopathischer Mittel mit ähnlichen Effekten aufschrieb und uns Rückspräche mit der behandelnden Ärztin empfahl.
3) Eine Bandage zur temporären Entlastung. Ganztägig erst einmal an einem Knie testen, und das, wenn es hilft, auf das andere Knie auszuweiten. Sobald dann die Entzündung und die anderen Symptome verschwinden solle ich mir die Bandage wieder langsam abgewöhnen.
4) Dehnen um eine Verkürzung des Oberschenkelmuskels zu vermeiden. Das wird zuerst zwar zu mehr Schmerzen führen (weil ja auch die Sehne gedehnt wird), ist aber unabwendbar. Das sollte dennoch nur in Maßen ausgeführt werden.
Insgesamt bin ich mit dem Arztbesuch sehr zufrieden, fühle mich sehr gut beraten und mit meinem Problem ernst genommen. Er war für jegliche Fragen offen, war sehr freundlich und hatte ein Verständnis für Parkour.
Ich bin auch überaus erleichtert, dass die Verletzungen / Überlastungserscheinungen bald abklingen sollten, und nicht permanenter Natur sind.
Ich kann jedem von euch nur empfehlen, euch auch einen guten Orthopäden zu suchen. Auch wenn es eine lange Suche ist (ich habe schon 4 hinter mir...).
I've been looking for ORTHOPÄDE.
- Dirk
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